Ich habe vor einigen Wochen irgendwo gelesen, dass die Hinichen wieder mal im Planet Music Umfeld ein Konzert spielen wollen. Seit 2002 habe ich die Diskussionen rund um diese jenseitige Sexisten Band verfolgt, damals ging es auch um Wiederbetätigung. Auch bei den diesjährigen “Hiniche Weihnachten” habe ich mir vorgenommen deren Auftritt im Gasometer frühzeitig via Twitter zu skandalisieren - ich habe es aber nicht geschafft. Erst am 8.12, dem Tag des Konzerts. ist es mir wieder eingefallen. Der Tweet war schon geschrieben, als ich in der Timeline einen Tweet entdecke, der das selbe Konzert thematisierte. Beim Nachlesen stelle ich zu meiner großen Überraschung fest: Dass Konzert ist bereits abgesagt.

Reaktion der Hinichen auf ihrer Homepage
Wer oder was sind “die Hinichen”
Selbst bezeichnen sie sich auf ihrer Homepage als “Prolo Rock Kabarett” und weiters “die ordinärste Band von Österreich – verpönt bei Funk und Fernsehen”. Gegründet wurde die Band lt. Wikipedia “um 1990″. Aufgefallen sind sie durchgehende durch derbsten Sexismus in Kombination mit Gewaltverherrlichung gegen Frauen und Lesben. Im Jahr 2002 gab es auch noch die Vorwürfe “Wiederbetätigung, Antisemitsmus und Rassismus” von der Vorsitzenden des Linzer Frauenhauses. Österreichische wie deutsche Behörden ermittelten damals, es hatte jedoch keine Konsequenzen.
Lineup der Band:
FRITZL SCHWARTLINGER- Gesang, akust. Gitarre – Text + Komposition
HANSI (JOHNNY) WINTER – Gesang, Gitarre – Text + Komp.
LEO LECKER – Gesang, Keybd. Text
WILLY WINTZIG – Gesang, Bass – Komp.
WOLFERL ‘BumBum’ AMBOSS – Gesang, Schlagzeug
Das Management macht eine Frau namens JUTTA STANZEL, lt. Homepage schreibt sie auch teilweise die Texte. Auf einer anderen Seite wurde auch behauptet, sie hätte den Text zum vielzitierten Song “Frauenhaus” geschrieben. In ihren wenigen dokumentierten ungelenken Versuchen sich zu artikulieren ist es der Band immer wichtig sich als “sehr gebildet” oder mit “gutbürgerlichen Backgrounds” zu bezeichnen. Hans Winter schreibt dann auch gern mal seinen Intschenieurs Titel vor seinen Namen, um besonders zu unterstreichen, dass es ja völlig absurd ist, dass gutbürgerliche Leute wie sie zu Gewalt aufrufen sollten. In Robert Misiks Artikel wird sehr schön aufgezeigt wie die Weltsicht der Hinichen aussieht:
“Das was wir machen, ist, wie der Mann (und die Frau) auf der Strasse wirklich sprechen, und da hat der Hr. Lobo wahrscheinlich schon den Boden verloren (und den Boden betreten dann halt die Blauen…).”
Sie schreiben in ihrem Brief an Misik zwar nur von sprechen, aber vom so sprechen zum so denken und schließlich zum so handeln ist es für einige Leute wohl leider kein so weiter Weg. Und der umgekehrte Weg ist natürlich ein ebenso bedenklicher. Männer die Gewalt als legitim empfinden fühlen sich wohl mehr als nur bestätigt wenn sie auf ein Konzert der Hinichen gehen. Was aber mit jedem Versuchd er Hinichen auf Kritik zu reagieren klarer wird, es ist keine Satire. Es ist der Versuch das auf der Bühne zu performen, was sie dem Mann und der Frau auf der Straße in den Mund legen wollen. Und führt somit dazu, dass sie es den Leuten wirklich in den Mund legen und dadurch auch die Köpfe und Fäuse erreichen.
Nach vielen Jahren im Planet Music / Gasometer – die Absage!?
Wie der Kultursprecher der Grünen, Klaus Werner Lobo, auf seinem Blog ausführt, gab es vor 2 Jahren ein Treffen mit dem Planet Music Chef Josef Sopper. Einberufen wurde es, weil in den von ihm geführten Konzertlokalen (Szene Wien & Gasometer) immer mal wieder sexistische, homophobe und rassistische Bands aufgetreten sind. Somit gab es eine Übereinkunft, wie Lobo ausführt:
“Szene Wien und Gasometer würden sich gegenüber anderen – vor allem weniger kommerziellen – Musikstilen und Milieus öffnen, Sexismus, Homophopie, Rassismus und andere Formen der Diskriminierung und Menschenverachtung wären eindeutiges No-Go.”
Lesen SIe mehr »